Eine gut gepflegte Terrasse ist gut gegrüstet  gegen Schnee.

Bambus-Terrassendielen kurz erklärt.

Erfahre, wie sie hergestellt werden, welche Eigenschaften sie besitzen und für welche Terrassen sie geeignet sind..


Bambus-Terrassendielen kurz erklärt


Bambus-Terrassendielen sind eine interessante Alternative zu klassischen Terrassendielen aus Holz oder Verbundwerkstoffen. Sie verbinden eine natürliche Optik mit einer sehr hohen Materialdichte und werden speziell für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich hergestellt.

Dabei ist wichtig zu wissen: Eine Bambus-Terrassendiele besteht nicht einfach aus einem zugeschnittenen Bambushalm. Der natürliche Rohstoff wird in mehreren Arbeitsschritten aufbereitet, thermisch behandelt und stark verdichtet. Erst dadurch entsteht der robuste Werkstoff, aus dem die fertigen Terrassendielen gefertigt werden.

Wer eine Terrasse aus Bambus plant, sollte deshalb zunächst verstehen, wie das Material aufgebaut ist, welche Eigenschaften es besitzt und wodurch es sich von klassischen Holzdielen unterscheidet.

Was sind Bambus-Terrassendielen?

Bambus-Terrassendielen sind industriell gefertigte Dielen aus aufbereitetem Bambus.

Für die Herstellung werden Bambushalme zunächst in kleinere Bestandteile zerlegt. Je nach Herstellungsverfahren werden daraus Streifen oder Fasern gewonnen, die anschließend getrocknet, behandelt und unter hohem Druck miteinander verpresst werden.

Dadurch entsteht ein außergewöhnlich dichter Werkstoff.

Aus diesen verdichteten Bambusrohlingen werden anschließend die eigentlichen Terrassendielen gefräst. Dabei entstehen die endgültige Form, die seitlichen Nuten für Befestigungsclips sowie glatte oder profilierte Oberflächen.

Optisch erinnern fertige Bambusdielen an hochwertige Holzdielen. Technisch handelt es sich jedoch um einen stark verarbeiteten Bambuswerkstoff mit ganz eigenen Eigenschaften.

Nahaufnahme von Bambus-Terrassendielen in warmen Braun- und Honigtönen. Die Oberfläche zeigt die charakteristische natürliche Maserung und Struktur des Bambus. Die parallel verlegten Dielen erzeugen ein gleichmäßiges, hochwertiges Terrassenbild mit moderner und natürlicher Optik.

Ist Bambus eigentlich Holz?

Nein.

Auch wenn Bambus häufig wie Holz verarbeitet und eingesetzt wird, gehört Bambus botanisch zu den Gräsern. Genauer gesagt gehört er zur Familie der Süßgräser.

Anders als ein Baum bildet Bambus keinen klassischen Stamm mit jährlichen Wachstumsringen. Die Bambushalme wachsen aus einem unterirdischen Wurzelsystem und erreichen bei geeigneten Arten innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit ihre endgültige Höhe.

Gerade diese schnelle Erneuerbarkeit macht Bambus als Rohstoff interessant.

Für Terrassendielen ist allerdings nicht allein das Wachstum entscheidend. Erst die technische Verarbeitung sorgt dafür, dass aus dem natürlichen Bambus ein Werkstoff entsteht, der den Anforderungen einer dauerhaft bewitterten Terrasse gerecht werden kann.

Wie wird aus Bambus eine Terrassendiele?

Zwischen dem geernteten Bambushalm und der fertigen Terrassendiele liegen mehrere Verarbeitungsschritte.

Vereinfacht lässt sich die Herstellung so darstellen:

  1. Geeignete Bambushalme werden geerntet.
  2. Die Halme werden aufgespalten beziehungsweise zu Fasern oder Streifen verarbeitet.
  3. Das Material wird gereinigt und getrocknet.
  4. Je nach Herstellungsverfahren erfolgt eine thermische Behandlung.
  5. Die Bambusbestandteile werden mit Bindemitteln verarbeitet.
  6. Unter hohem Druck wird das Material stark verdichtet.
  7. Aus den entstandenen Rohlingen werden Terrassendielen gefräst.
  8. Profile, Nuten und Oberflächenstrukturen werden eingearbeitet.
  9. Abschließend erhalten die Dielen je nach Produkt eine Oberflächenbehandlung.

Durch diese Verarbeitung verändert sich das ursprüngliche Bambusmaterial deutlich.

Aus dem vergleichsweise leichten Bambushalm entsteht ein kompakter und sehr dichter Werkstoff, der für den Einsatz als Bodenbelag im Außenbereich geeignet ist.

Bambus von Bambuskontor als Rohstoff für Terrassendielen

Warum werden Bambus-Terrassendielen verdichtet?

Die Verdichtung ist einer der wichtigsten Schritte bei der Herstellung hochwertiger Bambusdielen.

Die Bambusbestandteile werden unter hohem Druck miteinander verpresst. Dadurch entsteht ein besonders dichter Materialverbund.

Diese hohe Dichte trägt zu mehreren Eigenschaften bei, die bei Terrassendielen wichtig sind:

  • hohe Härte
  • gute Belastbarkeit
  • hohe Formstabilität
  • gleichmäßige Materialstruktur
  • präzise gefräste Kanten und Nuten
  • widerstandsfähige Oberflächen

Die Qualität einer Bambus-Terrassendiele hängt deshalb nicht nur vom verwendeten Bambus ab. Entscheidend ist vor allem, wie sorgfältig das Material aufbereitet, behandelt und verdichtet wurde.

Warum wird Bambus thermisch behandelt?

Bei vielen Bambus-Terrassendielen gehört eine thermische Behandlung zum Herstellungsprozess.

Dabei wird das Bambusmaterial kontrolliert hohen Temperaturen ausgesetzt. Die Wärme verändert bestimmte Bestandteile des Materials und beeinflusst dadurch seine Eigenschaften.

Gleichzeitig verändert sich auch die Farbe des Bambus.

Je nach Verfahren entstehen beispielsweise warme Braun-, Coffee- oder dunklere Espressotöne.

Die thermische Behandlung macht aus Bambus allerdings keinen völlig unveränderlichen Werkstoff. Auch eine hochwertige Bambusdiele bleibt ein natürlicher beziehungsweise naturbasierter Werkstoff, der dauerhaft der Witterung ausgesetzt ist.

Sonne, Regen, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen können deshalb im Laufe der Zeit sichtbare Veränderungen verursachen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Farbveränderungen
  • natürliche Vergrauung
  • leichte Unterschiede zwischen einzelnen Dielen
  • kleinere oberflächliche Veränderungen

Wie stark diese Veränderungen ausfallen, hängt unter anderem vom Standort, der Bewitterung, der Konstruktion und der Pflege der Terrasse ab.

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Wie sehen Bambus-Terrassendielen aus?

Bambusdielen besitzen meist eine relativ gleichmäßige und hochwertige Oberfläche.

Die typische Form des ursprünglichen Bambushalms ist nach der Verarbeitung kaum noch zu erkennen. Stattdessen entsteht eine dichte Materialstruktur, die optisch an hochwertiges Hartholz erinnern kann.

Je nach Produkt stehen unterschiedliche Varianten zur Verfügung.

Typische Unterschiede sind:

  • verschiedene Braun- und Naturtöne
  • glatte oder profilierte Oberflächen
  • unterschiedliche Dielenbreiten
  • klassische oder besonders breite XL-Dielen
  • verschiedene Fugensysteme
  • klassische offene Terrassenfugen oder nahezu geschlossene Closed-Deck-Lösungen

Dadurch lassen sich Bambusdielen sowohl für moderne Architektur als auch für klassische Häuser und Gärten einsetzen.

Wo können Bambus-Terrassendielen eingesetzt werden?

Bambusdielen eignen sich für zahlreiche Außenflächen.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Gartenterrassen
  • Balkone
  • Dachterrassen
  • Sitzplätze im Garten
  • Poolumrandungen
  • Gartenwege
  • Gastronomieflächen
  • gewerblich genutzte Außenbereiche

Ob eine bestimmte Bambusdiele für ein Projekt geeignet ist, hängt allerdings nicht nur von der Diele selbst ab.

Mindestens genauso wichtig ist die gesamte Terrassenkonstruktion.

Untergrund, Unterkonstruktion, Wasserablauf, Hinterlüftung, Befestigung und die vorgesehenen Abstände müssen aufeinander abgestimmt sein.

Eine hochwertige Terrassendiele kann ihre Vorteile nur dann dauerhaft ausspielen, wenn auch die Konstruktion fachgerecht geplant und ausgeführt wird.

Für wen eignen sich Bambus-Terrassendielen?

Bambus-Terrassendielen sind besonders interessant für Bauherren und Gartenbesitzer, die eine natürliche Terrassenoptik möchten und gleichzeitig Wert auf einen sehr dichten und robusten Werkstoff legen.

Sie können eine passende Wahl sein, wenn du:

  • eine Alternative zu klassischen Holzdielen suchst,
  • eine hochwertige und gleichmäßige Optik bevorzugst,
  • eine verdeckte Befestigung möchtest,
  • zwischen unterschiedlichen Dielenbreiten und Oberflächen wählen möchtest,
  • eine langlebig geplante Terrassenkonstruktion aufbauen möchtest,
  • Dielen, Unterkonstruktion und Befestigung möglichst als aufeinander abgestimmtes System einsetzen möchtest.

Welche Bambusdiele letztlich am besten geeignet ist, hängt stark vom jeweiligen Projekt ab.

Auf einem kleinen Balkon können beispielsweise Aufbauhöhe und Dielenbreite besonders wichtig sein. Bei einer großen Gartenterrasse spielen dagegen Optik, Verlegerichtung und die Dimensionierung der Unterkonstruktion eine größere Rolle.

Im Poolbereich kommen zusätzlich Themen wie Wasserablauf, Reinigung und Oberflächenwahl hinzu.

Bambus-Terrassendielen sind mehr als nur Bambusbretter

Wer zum ersten Mal von Bambusdielen hört, könnte vermuten, dass Bambushalme lediglich zugeschnitten und anschließend als Terrassenbelag verwendet werden.

Tatsächlich steckt dahinter ein deutlich aufwendigerer Herstellungsprozess.

Das Zusammenspiel aus:

  • geeignetem Bambus,
  • sorgfältiger Aufbereitung,
  • thermischer Behandlung,
  • hoher Verdichtung,
  • präziser Profilierung
  • und abgestimmter Oberflächenbehandlung

entscheidet maßgeblich darüber, welche Eigenschaften die spätere Terrassendiele besitzt.

Deshalb lohnt es sich beim Kauf, nicht nur auf Farbe und Preis zu achten. Auch Herstellungsverfahren, technische Eigenschaften, Befestigungssystem und verfügbares Zubehör sollten in die Entscheidung einbezogen werden.

Das Wichtigste auf einen Blick

Bambus-Terrassendielen sind technisch verarbeitete und stark verdichtete Dielen aus Bambus. Botanisch gehört Bambus zu den Gräsern und nicht zu den Hölzern.

Erst durch Aufbereitung, thermische Behandlung und Verdichtung entsteht ein Werkstoff, der für den Einsatz als Terrassendiele interessant wird.

Die wichtigsten Punkte:

  • Bambus ist botanisch kein Holz, sondern ein Gras.
  • Terrassendielen werden aus verarbeitetem und verdichtetem Bambus hergestellt.
  • Die hohe Materialdichte trägt zu Härte und Belastbarkeit bei.
  • Eine thermische Behandlung beeinflusst Materialeigenschaften und Farbton.
  • Bambusdielen gibt es in verschiedenen Farben, Breiten und Oberflächen.
  • Sie eignen sich für Terrassen, Balkone, Dachterrassen und viele weitere Außenflächen.
  • Die richtige Unterkonstruktion und Montage sind ebenso wichtig wie die Wahl der Diele selbst.