Closed-Deck Bambusdielen verlegen – so funktioniert das System
Eine Terrasse mit klassischer Fuge und ein Closed Deck unterscheiden sich nicht nur optisch.
Beim AMBOOO Closed Deck bilden Terrassendiele, spezielle seitliche Fräsung, Montageclip und Aluminium-Unterkonstruktion ein aufeinander abgestimmtes System.
Das auffälligste Merkmal ist die besonders schmale Mikrofuge von nur etwa 3 mm.
Dadurch entsteht eine nahezu geschlossene Terrassenfläche, bei der Unterkonstruktion und Befestigungsclips von oben kaum sichtbar sind. Regenwasser kann trotzdem zwischen den Dielen ablaufen.
Für das System stehen aktuell zwei Bambusdielen zur Verfügung:
- Colon Closed Deck – 140 mm breit
- Cristobal Closed Deck XL – 200 mm breit
Beide besitzen eine glatte Sichtseite, den Farbton Sand und eine stirnseitige Nut-und-Feder-Verbindung. Die Montage erfolgt ausschließlich auf der dafür vorgesehenen Aluminium-Unterkonstruktion 40 × 40 mm.
| Punkt | Vorgabe / Richtwert |
|---|---|
| Geeignete Dielen | Colon oder Cristobal |
| Colon | 20 × 140 × 2.200 mm |
| Cristobal XL | 20 × 200 × 2.200 mm |
| Sichtbare Fuge | Ca. 3 mm |
| Unterkonstruktion | Ausschließlich Aluminium 40 × 40 mm |
| Achsabstand der Unterkonstruktion | Max. ca. 40 cm |
| Auflagerabstand Alu 40 × 40 mm | Max. ca. 50 cm |
| Querstreben bei Rahmenkonstruktion | Max. ca. 150 cm |
| Gefälle | Ca. 2 % vom Gebäude weg |
| Abstand zu festen Bauteilen | Ca. 2 cm |
| Befestigung | Spezieller Aslon Closed-Deck-Clip |
| Clipmaterial | Edelstahl 1.4310 / AISI 301 |
| Clipbedarf | 100 Stück für ca. 5,5 m² |
| Schnittkanten | Unmittelbar mit Stirnkantenwachs behandeln |
| Oberfläche | Nach der Montage Erstpflege durchführen |
Was ist bei Closed Deck anders?
Bei einer klassischen Terrassendiele wird zwischen zwei Dielen ein normaler Montageclip eingesetzt und anschließend verschraubt.
Beim Closed Deck funktioniert die Befestigung anders. Colon und Cristobal besitzen eine speziell auf den Closed-Deck-Clip abgestimmte seitliche Fräsung.
Der dazugehörige Aslon-Clip wird in Verbindung mit der Nut der Aluminium-Unterkonstruktion und der Fräsung der Terrassendiele eingesetzt und durch eine Drehbewegung in Position gebracht.
Für die eigentliche Dielenbefestigung ist dadurch kein klassisches Verschrauben der einzelnen Montageclips erforderlich. Das System erzeugt gleichzeitig den vorgesehenen Abstand zwischen den Dielen.
Das Ergebnis ist eine etwa 3 mm schmale Mikrofuge.
Warum funktioniert eine so kleine Fuge bei Bambus?
Bambus-Terrassendielen dieser Bauart besitzen ein vergleichsweise geringes Quell- und Schwindverhalten (ca.2%). Diese Formstabilität ermöglicht zusammen mit der speziellen Dielengeometrie und dem Clipsystem die schmale Fuge.
Das bedeutet jedoch ausdrücklich nicht, dass sämtliche anderen Bewegungs- und Randabstände entfallen. Die 3-mm-Fuge zwischen den Dielen ersetzt nicht den notwendigen Abstand zu Hauswänden, Mauern oder anderen festen Bauteilen.
Nur Aluminium-Unterkonstruktion 40 × 40 mm verwenden
Bei Closed Deck gibt es bei der Unterkonstruktion keine freie Materialwahl.
Sowohl Colon als auch Cristobal dürfen laut aktueller Produktvorgabe ausschließlich auf der:
Aluminium-Unterkonstruktion 40 × 40 mm montiert werden.
Das bedeutet:
Keine Bambus-Unterkonstruktion.
Und ebenso: Keine Aluminium XS 35 × 23 mm.
Der Grund liegt im gesamten Befestigungssystem. Der spezielle Closed-Deck-Clip ist auf die entsprechende Aluminium-Unterkonstruktion und die Closed-Deck-Dielen abgestimmt.
Deshalb bereits bei der Planung beachten
Wer sich für Colon oder Cristobal entscheidet, legt damit gleichzeitig wesentliche Bestandteile der Unterkonstruktion fest:
Closed-Deck-Diele
- Aluminium 40 × 40 mm
- Closed-Deck-Clip
- passende Montagehilfe**
Diese Komponenten sollten als System geplant werden.
Untergrund vorbereiten
Wie bei jeder Bambusterrasse beginnt die Montage mit einem tragfähigen Untergrund. Lose Untergründe aus Sand oder Kies allein sind nicht ausreichend.
Bei einer neuen Terrasse auf Gartenboden sollte die Fläche vorbereitet, mit geeignetem Schotter beziehungsweise Splitt aufgebaut und anschließend sorgfältig verdichtet werden.
Als Auflager können beispielsweise ausreichend große Betonplatten eingesetzt werden. Eure Montageanleitung nennt Platten ab ungefähr 30 × 30 cm als geeignete Möglichkeit.
Wichtig ist vor allem:
Der Untergrund darf sich später nicht unterschiedlich absenken. Andernfalls verändern sich Höhe und Gefälle der gesamten Terrassenkonstruktion.
Wasser muss unter der Terrasse ablaufen können
Closed Deck bedeutet nicht wasserdicht.
Die schmale Fuge reduziert zwar die sichtbaren Zwischenräume, Regenwasser kann und soll aber weiterhin zwischen den Dielen ablaufen.
Deshalb muss auch der Bereich unter der Terrasse entwässert werden. Der Untergrund sollte so aufgebaut sein, dass Niederschlagswasser:
- ablaufen,
- versickern
- oder über eine geeignete Drainage abgeführt werden kann.
Stehendes Wasser unter der Terrasse sollte vermieden werden.
Gefälle von etwa 2 % einplanen
Für die Closed-Deck-Montage gibt eure aktuelle Montageanleitung ein Gefälle von ungefähr:
2 % vom Gebäude weg
vor.
Das bedeutet:
2 cm Höhenunterschied pro Meter Terrassentiefe.
Bei einer vier Meter tiefen Terrasse:
4 × 2 cm = 8 cm Höhenunterschied
Die Außenkante liegt in diesem Beispiel also ungefähr 8 cm niedriger als die hausnahe Seite.
Warum ist das gerade beim Closed Deck wichtig?
Auch wenn Wasser durch die 3-mm-Fugen ablaufen kann, sollte es möglichst schnell von der Terrassenfläche weggeführt werden.
Das Gefälle unterstützt:
- den Wasserablauf,
- das schnellere Abtrocknen,
- die Reduzierung von Pfützen,
- die Sauberkeit der Oberfläche.
An Türen und bodentiefen Fenstern kann zusätzlich eine Drainagelösung erforderlich sein.
Gummipads oder Stelzlager positionieren
Die Aluminium-Unterkonstruktion sollte nicht einfach direkt auf einem ungeeigneten Untergrund aufliegen.
Je nach Konstruktion kommen beispielsweise infrage:
- Gummipads,
- geeignete Auflager,
- Gehwegplatten,
- höhenverstellbare Stelzlager.
Bei der 40 × 40 mm Aluminium-Unterkonstruktion dürfen die Auflagepunkte laut aktueller Montagevorgabe maximal ungefähr:
50 cm
auseinanderliegen.
Bei höherer Belastung kann ein geringerer Abstand erforderlich sein.
Aluminium-Unterkonstruktion ausrichten
Die 40 × 40 mm Aluminiumprofile werden quer zur späteren Dielenrichtung verlegt.
Für die Unterkonstruktion gilt ein maximaler Achsabstand von ungefähr:
40 cm.
Gemessen wird von Profilmitte zu Profilmitte.
Damit ergibt sich für die Planung wieder das bekannte Raster:
max. ca. 40 cm zwischen den Unterkonstruktionsprofilen
und
max. ca. 50 cm zwischen den Auflagern eines 40 × 40-mm-Profils.
Diese beiden Maße sollten nicht miteinander verwechselt werden.
Rahmenkonstruktion herstellen
Bei der 40 × 40 mm Aluminium-Unterkonstruktion kann auf eine direkte Befestigung mit dem Untergrund verzichtet werden, wenn stattdessen eine entsprechend stabile Queraussteifung beziehungsweise Rahmenkonstruktion hergestellt wird.
Für eine solche Konstruktion können die vorgesehenen Multiecken verwendet werden.
Der maximale Abstand zwischen Querstreben beträgt laut aktueller Montagevorgabe ungefähr:
150 cm.
Damit entsteht ein stabiler zusammenhängender Rahmen.
Closed Deck auf Stelzlagern
Auch eine erhöhte Konstruktion auf geeigneten Stelzlagern ist mit der 40 × 40-mm-Aluminium-Unterkonstruktion möglich.
Das ist beispielsweise interessant bei:
- Dachterrassen,
- Balkonen,
- größeren Aufbauhöhen,
- unebenen Untergründen,
- vorhandenen Höhenunterschieden.
Für den beschriebenen Aufbau gelten ebenfalls maximal ungefähr:
40 cm Achsabstand der Unterkonstruktion
und
50 cm Abstand der Stelzlager.
Bei Balkon- und Dachterrassen müssen darüber hinaus unter anderem Abdichtung, Windsog und statische Anforderungen berücksichtigt werden. Eure Montageinformationen empfehlen für entsprechende Konstruktionen eine Beurteilung durch einen Tragwerksplaner beziehungsweise Statiker.
Abstand zu Hauswand und festen Bauteilen einhalten
Die sehr kleine Fuge zwischen den Closed-Deck-Dielen darf nicht dazu verleiten, auch an den Rändern möglichst eng zu arbeiten.
Zu festen Bauteilen muss weiterhin ungefähr:
2 cm Abstand
eingehalten werden.
Das betrifft beispielsweise:
- Hauswände,
- Gartenmauern,
- Säulen,
- Treppenstufen,
- Rasenkantensteine,
- angrenzende Beläge,
- Attiken,
- andere fest montierte Bauteile.
Dieser Abstand ermöglicht einerseits Materialbewegungen und unterstützt andererseits die notwendige Hinterlüftung.
Closed Deck muss von unten belüftet werden
Ein nahezu geschlossenes Deckbild bedeutet nicht, dass die Unterseite der Terrasse geschlossen werden darf.
Im Gegenteil:
Die Konstruktion benötigt weiterhin eine funktionierende Luftzirkulation.
Eure Closed-Deck-Informationen weisen ausdrücklich darauf hin, dass auch bei der 3-mm-Fuge die Hinterlüftung unter den Dielen gewährleistet sein muss. Die allgemeine Montageanleitung untersagt außerdem ein vollständiges Verschließen der Unterkonstruktion.
Das bedeutet:
Eine seitliche Verkleidung darf die Konstruktion nicht hermetisch abschließen.
Gegebenenfalls müssen:
- Lüftungsöffnungen,
- Drainageroste,
- geeignete Abstände
- oder andere konstruktive Lüftungslösungen
eingeplant werden.
Colon oder Cristobal auswählen
Das Montagesystem ist bei beiden Closed-Deck-Dielen grundsätzlich gleich.
Der wesentliche Unterschied ist die Breite.
Colon
Die Colon besitzt:
20 × 140 × 2.200 mm
und damit eine klassische Dielenbreite von 140 mm.
Cristobal XL
Die Cristobal besitzt:
20 × 200 × 2.200 mm
und ist damit deutlich breiter.
Beide Dielen besitzen:
- Farbe Sand,
- glatte Sichtseite,
- ca. 3 mm Mikrofuge,
- stirnseitige Nut-und-Feder-Verbindung,
- verdeckte Closed-Deck-Befestigung,
- werksseitig vorgeölte Oberfläche.
Die Wahl zwischen beiden Varianten ist deshalb vor allem eine Frage der gewünschten Flächenwirkung.
Den speziellen Closed-Deck-Clip verwenden
Das Herzstück der Montage ist der spezielle Aslon Closed-Deck-Clip.
Dieser Clip ist ausschließlich für die Closed-Deck-Dielen Colon und Cristobal vorgesehen und wird ausschließlich in Verbindung mit der dafür vorgesehenen Aluminium-Unterkonstruktion eingesetzt.
Der Clip besteht aus rostfreiem Edelstahl:
1.4310 / AISI 301.
Seine Geometrie ist auf:
- die Aluminium-Unterkonstruktion
- und die spezielle seitliche Fräsung der Closed-Deck-Dielen
abgestimmt.
Deshalb sollten keine normalen Terrassenclips als Ersatz verwendet werden.
Montagehilfe verwenden
Für die Closed-Deck-Montage gibt es eine eigene Montagehilfe.
Sie unterstützt dabei, die Montageclips präzise zu positionieren und die Dielen gleichmäßig an die Clips heranzuschieben.
Dadurch lässt sich das vorgesehene Fugenbild zuverlässiger einhalten. Gerade bei einer langen Dielenreihe ist das sinnvoll.
Schon kleine Abweichungen können sich von Diele zu Diele addieren und dazu führen, dass die Fugen später nicht mehr gleichmäßig verlaufen.
Die Montagehilfe unterstützt deshalb insbesondere bei:
- der Ausrichtung der Clips,
- dem Heranschieben der Dielen,
- dem gleichmäßigen Fugenbild,
- der reproduzierbaren Montage.
Erste Dielenreihe besonders sorgfältig ausrichten
Wie bei jeder Terrassenmontage entscheidet die erste Dielenreihe über die Ausrichtung der gesamten Fläche.
Deshalb vor der weiteren Verlegung kontrollieren:
- Abstand zum Gebäude,
- gerader Verlauf,
- Rechtwinkligkeit,
- Position auf der Unterkonstruktion,
- gewünschte Abschlusskante.
Ein Fehler in der ersten Reihe zieht sich ansonsten durch die gesamte Terrasse. Bei Closed Deck fällt ein ungleichmäßiger Verlauf besonders stark auf, weil die sehr schmale Fuge einen ausgesprochen geradlinigen Gesamteindruck erzeugt.
Aslon-Clip einsetzen
Nach der exakten Ausrichtung beginnt die eigentliche Systemmontage.
Der Aslon-Clip wird in Verbindung mit der Nut der Aluminium-Unterkonstruktion und der speziellen Fräsung der Closed-Deck-Diele eingesetzt.
Durch eine Drehbewegung lässt sich der Clip in die vorgesehene Position bringen. Damit unterscheidet sich das Closed Deck deutlich vom normalen Alu-Clipsystem.
Dort wird ein Clip mit Nutenstein eingesetzt und anschließend verschraubt. Beim Closed-Deck-System erfolgt die Dielenbefestigung dagegen über den speziell geformten Clip ohne klassische Verschraubung des Clips.
Nächste Bambusdiele positionieren
Die nächste Closed-Deck-Diele wird anschließend so angesetzt, dass ihre spezielle Seitenfräsung sauber mit dem Clip zusammenarbeitet.
Danach wird die Diele gleichmäßig an die bereits montierte Reihe herangeschoben.
Hier ist die Montagehilfe besonders praktisch.
Sie unterstützt dabei, die Diele kontrolliert an den Clip zu drücken und über die gesamte Länge ein gleichmäßiges Fugenbild herzustellen.
Das Ziel ist eine Fuge von ungefähr:
3 mm.
Die Fugenbreite wird durch das abgestimmte System aus Dielenfräsung und Clip definiert.
Reihe für Reihe weiterarbeiten
Der Ablauf wiederholt sich nun über die gesamte Fläche:
Clip positionieren
→ Clip drehen
→ nächste Diele ansetzen
→ Diele mit Montagehilfe heranschieben
→ Fugenbild kontrollieren
→ nächste Reihe
Dadurch entsteht Schritt für Schritt die nahezu geschlossene Terrassenfläche.
Besonders wichtig ist, nicht erst nach mehreren Reihen zu überprüfen, ob die Dielen noch parallel verlaufen.
Die Flucht sollte regelmäßig kontrolliert werden.
Clipbedarf berechnen
Eine Verpackungseinheit der Closed-Deck-Clips enthält aktuell:
100 Clips.
Nach aktueller Produktangabe reicht diese Menge für ungefähr:
5,5 m² Terrassenfläche.
Für eine grobe Mengenplanung kann deshalb gerechnet werden:
Terrassenfläche ÷ 5,5 = benötigte Verpackungseinheiten
Anschließend sollte sinnvoll auf volle Verpackungseinheiten aufgerundet werden.
Beispiel:
22 m² Terrasse:
22 ÷ 5,5 = 4 Verpackungseinheiten
Die konkrete Menge sollte jedoch immer anhand des tatsächlichen Unterkonstruktionsrasters und des Projekts kontrolliert werden.
Nut-und-Feder-Verbindung nutzen
Colon und Cristobal besitzen stirnseitig eine Nut-und-Feder-Verbindung.
Dadurch lassen sich die Dielen in Längsrichtung miteinander verbinden und fortlaufend verlegen.
Das reduziert zusätzliche sichtbare Stoßfugen und unterstützt die ruhige Flächenwirkung des Closed Decks. Die Verbindung sollte vollständig und sauber zusammengeschoben werden.
Schon bei der Planung lohnt es sich, Zuschnitte und Reststücke so anzuordnen, dass Material möglichst effizient genutzt werden kann.
Bambusdielen richtig zuschneiden
Auch Closed-Deck-Dielen bestehen aus hochverdichtetem Bambus.
Für Zuschnitte sollte deshalb geeignetes und scharfes Werkzeug verwendet werden. Der Schnitt sollte sauber ausgeführt werden, damit die Kante anschließend zuverlässig geschützt werden kann.
Beim Zuschnitt sollte außerdem darauf geachtet werden, die spezielle seitliche Fräsung nicht an Stellen zu entfernen, an denen sie noch für die Clipmontage benötigt wird.
Schnittkanten sofort versiegeln
Jede neu entstandene Schnittkante muss unmittelbar nach dem Zuschnitt behandelt werden.
Für Cristobal und Colon ist dafür das passende Stirnkantenwachs vorgesehen. Dieser Schritt sollte nicht erst nach Fertigstellung der gesamten Terrasse durchgeführt werden.
Besser:
schneiden → Schnittkante behandeln → Diele montieren.
So wird keine bearbeitete Stelle vergessen.
Die 3-mm-Fuge nicht zusätzlich verschließen
Die kleine Fuge gehört zum konstruktiven System.
Sie darf nicht mit:
- Silikon,
- Fugenband,
- Dichtmasse
- oder anderen Materialien
verschlossen werden.
Das Wasser muss weiterhin zwischen den Dielen ablaufen und die Konstruktion muss trocknen können.
Die Montageanleitung zeigt ausdrücklich, dass fehlende Hinterlüftung und vollständig verschlossene Konstruktionen zu erheblichen Feuchtigkeitsproblemen führen können.
Closed Deck bedeutet nahezu geschlossen – nicht wasserdicht.
Randbereiche richtig ausführen
Gerade bei Closed Deck ist die Versuchung groß, auch die Seiten vollständig zu schließen, damit die gesamte Konstruktion möglichst massiv wirkt.
Das sollte vermieden werden.
Zwischen Terrasse und:
- Hauswand,
- Rasen,
- Mauern,
- Steinen,
- Attika,
- Treppen
muss der erforderliche Abstand erhalten bleiben.
Die Unterkonstruktion muss außerdem von den Seiten belüftet werden können.
Bei hohen seitlichen Einfassungen können zusätzliche Lüftungs- oder Drainagelösungen erforderlich sein.
Wasserablauf kontrollieren
Nach der Montage sollte überprüft werden, ob Wasser tatsächlich in die vorgesehene Richtung abläuft.
Das lässt sich beispielsweise bei der abschließenden Reinigung kontrollieren.
Achte darauf:
- Bleiben größere Pfützen stehen?
- Läuft Wasser vom Gebäude weg?
- Funktionieren vorhandene Drainagen?
- Sind die 3-mm-Fugen frei?
- Kann Wasser unterhalb der Terrasse weiter ablaufen?
Eine schöne Oberfläche allein reicht nicht.
Die Entwässerung ist ein wesentlicher Bestandteil der Konstruktion.
Erstpflege nach der Montage
Colon und Cristobal werden werkseitig vorgeölt geliefert. Nach der Montage ist trotzdem eine erste Pflege der Oberfläche vorgesehen.
Dabei sollte das passende Bambus-Pflegeöl entsprechend der Herstellerangaben verarbeitet werden. Zu viel Öl sollte vermieden werden.
Eine übermäßige Auftragsmenge kann eine starke Schicht bilden und die Trocknung beeinträchtigen. Überschüssiges Öl sollte deshalb vor dem Antrocknen entfernt werden.
Es war noch nie so einfach
Eine hochwertige Bambusdiele allein macht noch keine langlebige Terrasse.
Mindestens genauso wichtig ist die Konstruktion darunter. Viele Probleme, die erst Monate oder Jahre nach der Verlegung sichtbar werden, entstehen nicht durch die Terrassendiele selbst
